Garten- & Landschaftsbau-Verband

Der Spielplatz erwacht, es gibt viel zu tun!

SBVA smal 1Vorbei ist die Zeit in der der Spielplatz ruhig und verlassen war. Mit den ersten warmen Tagen beginnt auch wieder das Treiben auf den Spielplätzen, das Leben verlagert sich mehr und mehr nach draußen. Doch in der kalten und feuchten Winterzeit hat das Wetter den Geräten ziemlich zugesetzt und in den wärmeren Tagen kommen die Beschädigungen zu Tage.

Für die Spielplatzerhalter ist es daher im Sinne ihrer Obsorgepflicht notwendig, sich die Spielgeräte vor Saisonbeginn wirklich genau anzusehen und Beschädigungen bzw. Verwitterungen zu beheben. Meist werden die Spielplätze in dieser Zeit von beauftragten Fachleuten geprüft  und die Schäden protokolliert und gemeldet. Diese Schäden sind umgehend zu beheben damit der Spielplatz wieder gefahrlos betrieben werden kann. Das gilt nicht nur für die Geräte, ein oft unterschätzter Gefahrenmoment liegt in der Funktionsfähigkeit des Fallschutzes. Durch den Frost springen nicht nur Hölzer auf, morschen Bretter oder lockern sich Schraubverbindungen, sondern Fallschutzplatten „schüsseln“ auf, es entstehen Fugen, die die zulässige Breite überschreiten und bilden Stolperstellen.

Auch Fallschutzrinde kann die Mindestschichtstärke unterschreiten und damit nicht mehr den geforderten Schutz bieten. Es gibt sehr viele Mängel, die sich ohne gewissenhafte Prüfung  „einschleichen“.

Im Anlassfall sind die Verantwortlichen dann oft überrascht, aber das schützt nicht vor Strafe. Eigentlich ist die Frühjahrswartung die wichtigste Arbeit am Spielplatz. Leider wird das von einigen Erhaltern, wahrscheinlich mangels richtiger Information, nicht richtig ernst genommen. Dabei ist es ganz leicht, sich von Fachfirmen Rat und Unterstützung zu holen  – und damit unnötige Probleme zu vermeiden.Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass ein intakter und sauberer Spielplatz für die Benutzer viel ansprechender ist und somit seiner eigentlichen Funktion gerecht wird. Ein ansprechender Spielplatz wird einfach gerne genutzt. Oft sieht man auch Hinweistafeln auf den Spielplätzen, die Kontaktadressen oder Telefonnummern angeben an die man sich wenden kann wenn etwas nicht in Ordnung ist. Das vermittelt aber eher das Gefühl, dass sich der Betreiber von sich aus kaum bis nicht um die Erhaltung kümmert. Verantwortungsbewusste Erhalter kontrollieren von sich aus in gewissen Abständen, je nach Nutzungsintensität des Platzes. Wirtschaftlich betrachtet kostet ein gut gewarteter Spielplatz nicht viel mehr als ein nur mangelhaft gewarteter Spielplatz. Diese Kosten sind im Budget planbar, was den wesentlichen Vorteil hat, dass auch Neuanschaffungen schon langfristig berücksichtigt werden können. Es hat aber auch den Vorteil der längeren Nutzungsdauer und die Gewissheit, dass der Betreiber im Anlassfall seine Obsorge nachweisen und damit Schuldsprüche abwenden kann.

Eine umsichtige Pflege bindet aber auch die Entfernung von Wildwuchs in unmittelbarer Nähe des Fallschutzes, ja sogar innerhalb des gesamten Spielplatzterrains, mit ein. Vorsicht ist geboten, denn die Unkräuter könnten mehr oder weniger giftig sein. Für einen derartigen Schadensfall, kurz Vergiftungserscheinungen oder allergischen Anfällen können die Betreiber zur Verantwortung gezogen werden.

Grundsätzlich sei erwähnt, dass bei offensichtlichen Problemen bei der laufenden Sichtkontrolle eine rasche Prüfung durch fachlich versiertes Personal dringend anzuraten ist. Der Spielplatzbauerverband Austria mit seinen Mitgliedsbetrieben vertraut hier auf die Arbeit des TÜV Austria.

Der SBVA steht für alle Fragen zu diesem Thema gerne kostenlos zur Verfügung.
Ihre Anfrage richten Sie bitte an info@sbva.at oder telefonisch an 0699/181 41 6 41.

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