Garten- & Landschaftsbau-Verband

"Unser kreatives Handwerk pushen“

kreitl marcel smalMarcel Kreitl im Interview // Das ist eines der vorrangigsten Ziele von Marcel Kreitl. Seit Jänner ist er der neue Präsident des GaLaBau Verbands. Wir haben ihn zu seinen Plänen und den größten Herausforderungen der Branche befragt.

Was verbindet Sie mit dem GaLaBau Verband und was hat Sie dazu bewogen, sich der Wahl des Präsidenten zu stellen?
Marcel Kreitl: Wir sind zweifaches Mitglied des GaLaBau Verbands – als Gartengestalter und als Partner, mit unserer Baumkletterschule und dem Handel. Im letzten Sommer habe ich erkannt, dass hier echtes Potential drinnen ist: Als Gartengestalter vom Netzwerk des Verbands zu profitieren und gleichzeitig als Partner die Qualität unseres Berufsstandes zu fördern. Als Präsident hat man noch mehr Möglichkeiten etwas zu bewegen.

Was sind Ihre vorrangigsten Ziele als neuer Präsident des Österreichischen GaLaBau Verbands?
Wir wollen das Qualitätssiegel des Garten- und Landschaftsbaus und das kreative Handwerk des Gartengestalters mehr pushen und hervorheben. Das bedeutet gut ausgebildetes Personal, das die Unternehmen entsprechend vertreten kann, und Preise, die kompetentes Handwerk und gute Arbeit honorieren. Und wir wollen Jungunternehmer fördern. Es gibt ja bereits die Plattform „Junge Gartengestalter“ im Rahmen des GaLaBau Verbands. Wir wollen sie wieder aufleben lassen und sind gerade bei der Bedarfsanalyse. Jungunternehmer sollen vor allem mit betriebswirtschaftlichem Rat unterstützt werden.

Was möchte der Verband insgesamt bewegen und für seine Mitglieder tun?
Ein Schwerpunkt ist die Präsentation der Mitglieder und Partner bei Messen und Veranstaltungen, um die vielfältigen Angebote unseres kreativen Handwerks zu zeigen. Es wird demnächst auch einen Flyer mit allen Mitgliedsbetrieben geben, damit sich Kunden orientieren können, wo es kompetente Gartengestalter gibt. Auf der Website sind sie jetzt schon aufgelistet. Und das funktioniert: Seit meinem Amtsantritt habe ich sogar telefonisch schon einige Anfragen wegen spezialisierter Betriebe bekommen. Unsere Website wird also auch von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Vor allem möchte der GaLaBau Verband eine Plattform zum Informationsaustausch sein, per Newsletter oder mit Veranstaltungen, wie dem Innovationstag, Messeauftritten und gesellschaftlichen Anlässen zum entspannten Networken.

Den Verband unterstützen viele Partnermitglieder. Wie wollen Sie die Vernetzung zwischen ihnen und den Mitgliedsbetrieben noch mehr fördern?
Das funktioniert schon sehr gut auf den angesprochenen gemeinsamen Veranstaltungen, wie dem Innovationstag, der Internationalen Gartenbaumesse Tulln und dem GaLaBau-Abend. Wir wollen unsere Partner aber noch intensiver mit den Betrieben vernetzen und sie bei deren eigenen Schulungen, Workshops, Tagen der offenen Tür, Firmenjubiläen etc. unterstützen. Wir möchten solche Veranstaltungen vermehrt ankündigen und kommunizieren – und natürlich selbst besuchen. Es wäre auch sehr wünschenswert, wenn Mitgliedsbetriebe und Partnermitglieder am Abend nach unseren Vorstandssitzungen, die fünf Mal jährlich in den Bundesländern stattfinden, zum Networking zusammenkommen. Jedes Mitglied ist herzlich dazu eingeladen!

Welche Bedeutung haben die Netzwerke mit anderen Verbänden, den zahlreichen Kooperationspartnern?
Die sind sehr wichtig. In unserer Branche gibt es viele Spezialbereiche, viele spezifische Informationen, die wir an die Gartengestalter weitergeben können. Wir wollen die Drehscheibe für Mitglieder und Partner sein. Und auch politisch ist es wichtig, einen echten Background zu haben und breit aufgestellt zu sein. Nur so kann man etwas bewegen.
Schließt das auch die Intensivierung der Beziehung mit der Innung der Gärtner und Floristen ein?
Ja, natürlich. Ein Miteinander ist immer gut, daher gemeinsam, aber mit eigener Meinung.
Die Innung deckt ja alle Gartengestalter ab, aber der GaLaBau Verband mit direktem Kontakt zu den Mitgliedern kann leichter und schneller agieren.

Was sind insgesamt die größten Herausforderungen für die GaLaBau-Branche – und wie kann der Verband hier unterstützen?
Da fallen mir sofort die Schlagworte Personalmanagement und work-life-balance ein: Die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter ist oft nicht mehr vorhanden. Hier müssen wir Wege finden, dass der Beruf wieder eine Berufung wird und nicht nur ein Arbeitsplatz ist. Wir müssen die Vielseitigkeit und das handwerkliche Know-how hervorheben, und die Mitarbeiter sollen sich mit dem Beruf und ihrem Unternehmen identifizieren können. Wir wollen als Verband die Mitgliedsbetriebe motivieren und unterstützen, ihr kreatives Wissen an die Mitarbeiter weiterzugeben und das Können und die Vielfalt der Branche so auch beim Endkunden sichtbar zu machen. //

Wir wollen das Qualitätssiegel des Garten- und Landschaftsbaus und das kreative Handwerk des Gartengestalters mehr pushen und hervorheben.

In unserer Branche gibt es viele Spezialbereiche, viele spezifische Informationen, die wir als Ver-band an die Gartengestalter weitergeben können.

Marcel Kreitl

Interview: Birgit Tegtbauer
Fotos: Michael Aigner, Michael Baumgartner

 

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